Noch gibt es keine Widerspruchslösung für Organspenden in Deutschland. Der in Barcelona tätige deutsche Nephrologe Fritz Diekmann erklärt, warum er sie für notwendig hält.

An diesem Freitag entscheidet sich, ob es noch in dieser Legislatur einen neuen Anlauf für die sogenannte Widerspruchslösung geben wird, bei der man einer Organspende aktiv widersprechen muss. Der deutsche Nephrologe Fritz Diekmann leitet eines der größten Nieren-Transplantationszentren Europas an der Universität Barcelona. Im vergangenen Jahr wurden dort 230 Nieren transplantiert.

Ich bin da natürlich parteiisch. Als Arzt bin ich auf Seiten meiner Patienten und Patientinnen. Sie alle haben Nieren, deren Funktion zum Leben nicht mehr ausreicht. Aus meiner Sicht ist die Widerspruchslösung sinnvoll, weil sich gezeigt hat, dass mit Ausnahme der Vereinigten Staaten von Amerika die Länder mit den höchsten Organspende-Raten alle die Widerspruchslösung haben.