In Koblenz gibt es diese Regelung schon. Nun zieht die Landeshauptstadt nach: Je größer und breiter ein Auto ist, desto tiefer muss für den Parkausweis in die Tasche gegriffen werden.
Das Parken für Anwohner wird in Mainz deutlich teurer. Die rheinland-pfälzische Landeshauptstadt orientiert sich bei ihren neuen Preisen an dem Prinzip, das in Koblenz bereits eingeführt wurde: Je größer und breiter ein Auto ist, desto tiefer muss für den Parkausweis in die Tasche gegriffen werden. Die neue Regelung soll ab Juli gelten, kündigte Verkehrsdezernentin Janina Steinkrüger (Grüne) an.
Bislang müssen die Bewohnerinnen und Bewohner in Mainz 60 Euro für einen zwei Jahre gültigen Parkausweis bezahlen. Künftig wird der Parkausweis nur noch für ein Jahr ausgestellt. Nun wird nach Angaben der Grünen-Politikerin ein Grundbetrag von 31,20 Euro fällig, der mit der Länge und Breite des Autos in Metern multipliziert wird.
Mindestens 130 Euro fallen pro Jahr an
Der neue Bewohnerparkausweis kostet für das kleinste Fahrzeug demnach mindestens 130 Euro, für einen sehr großen und breiten SUV können laut Stadt auch 267 Euro anfallen. Bislang gibt es mehr als 14.200 Bewohnerparkausweise in der Landeshauptstadt und rund 8.900 entsprechende Parkplätze.
Die Verkehrsdezernentin berief sich bei den Plänen auf rechtliche Regelungen von Bund und Land, nach denen den Kommunen überlassen wird, die Gebühren für die Bewohnerparkausweise den örtlichen Verhältnissen anzupassen. Die Mehreinnahmen will die Stadt in den Klimaschutz und den Nahverkehr investieren. Die Stadt Koblenz hatte das Modell im vergangenen Jahr eingeführt.