Vor einem Einkaufzentrum in Greifswald machen SPD-Anhänger Wahlkampf mit einem Infostand. Plötzlich fliegen Eier. Parteimitglieder und Bürger werden getroffen und es gibt verbotene Parolen und Gesten.
Zwei Jugendliche sollen Eier auf einen SPD-Infostand in Greifswald geworfen und zwei Menschen getroffen haben. Dabei sei niemand verletzt worden, teilte die Polizei mit. Ersten Erkenntnissen zufolge handelt es sich bei den Eierwerfern um einen 13- und einen 18-Jährigen. Der Ältere der beiden soll nach den Eierwürfen zudem „Heil Hitler“ gerufen und den Hitlergruß gezeigt haben.
Die beiden waren Teil einer sechsköpfigen Gruppe von Jugendlichen und jungen Männern, die bereits polizeibekannt sind. Einige von ihnen seien in der Vergangenheit durch Eigentumsdelikte, Diebstähle und Körperverletzungen aufgefallen.
Der SPD-Bundestagsabgeordneten Anna Kassautzki zufolge wurde mit dem Angriff eine Grenze überschritten. „Mit verbalen Auseinandersetzungen kann man umgehen, das kommt leider vor. Aber bei tätlichen Angriffen ist die Grenze überschritten – wer wirft mit Dingen auf Menschen? Das war kein Streich von Schülern, sondern eine politisch motivierte Straftat“, sagte Kassautzki, die ebenfalls am Donnerstagnachmittag an dem Infostand war, laut Mitteilung.